Mediensucht als Lebensbewältigungsstrategie: Systemische Perspektiven auf Merkmale, Entstehungszusammenhänge und gute Gründe einer problematischen Mediennutzung Teil 1
Systemisches Arbeiten mit Betroffenen einer Mediensucht oder problematischen Mediennutzung - Grundlagenseminar
Inhalte:
- Wir beschäftigen uns mit verschiedenen Perspektiven auf eine Mediensucht bzw. Internetnutzungsstörung (biomedizinisch mit Bezug zur ICD-11 und DSM-5, biopsychosozial, systemisch, aus Sicht von Betroffenen, aus Sicht von Angehörigen). Wir vertiefen die systemische Perspektive, indem wir uns anhand von Fallbeispielen aus Forschung und Praxis mit den „guten Gründen“ einer problematischen Mediennutzung oder Mediensucht beschäftigen. Der letzte Teil des Seminars beschäftigt sich mit der Frage, was das entsprechend für die Therapie und Beratung bedeutet: Wo sollte man sinnigerweise ansetzen? Was heißt das für die berufliche Praxis der Teilnehmenden?
Systemisches Arbeiten mit Betroffenen einer Mediensucht oder problematischen Mediennutzung Teil 2 - Grundlagenseminar
- Im Fokus des Seminars steht das Erarbeiten eines systemisch geprägten Therapie-/Beratungsprozesses, inkl. Berücksichtigung anderer Ansätze, u.a. des OMPRIS-Manuals, Motivational Interviewing, klassische Suchthilfetools. Dabei wird davon ausgegangen, dass die problematische Mediennutzung einen „Sinn“ erfüllt, im Sinne einer Alltags- oder Lebensbewältigungsstrategie, weswegen nicht alleine die Mediennutzung, sondern auch die Alltagsumstände im Mittelpunkt der Beratung/Therapie stehen. Die Teilnehmende lernen zudem konkrete Methoden, Interventionen und Tools kennen und können sie erproben. Der letzte Teil des Seminars lädt zur Reflexion der eigenen Therapie-/Beratungskontexte und Klient*innenbedarfe ein. Wie können der Prozess und die Methoden entsprechend angepasst werden?
- Zielgruppe: Fachkräfte in der Suchthilfe, Familienberatungsstellen, Schulsozialarbeit